Dorian Hunter (12): Das Mädchen in der Pestgrube


Cover zum Hörspiel "Dorian Hunter (12): Das Mädchen in der Pestgrube". Erschienen bei folgenreich, 2010.

Dorian Hunter (12): Das Mädchen in der Pestgrube
Erschienen bei folgenreich, 2010

SPRECHER:
Thomas Schmuckert, Stefan Zorn, Klaus-Dieter Klebsch, Bernd Rumpf, Luise Lunow, Jessy Rameik, Thomas Nicolai, Steffi Kirchberger, Oliver Kalkofe, Regina Vlek, Marco Göllner, Daniela Sachse, Simona Pahl.

1 Audio-CD
Laufzeit: Ca. 75 Minuten
ISBN: 978-3-8291-2380-8

In Wien hofft Dorian Hunter einen Hinweis zu finden, wie er seinem Erzfeind und „Vater“ Asmodi, dem Lord der Schwarzen Familie, zu Leibe rücken kann: Angeblich existiert ein Pfand, das Asmodi vor vielen Jahren in der Obhut der Schwestern Elisabeth und Marie Reichnitz legte. Doch als Hunter in der Wohnung der Schwestern eintrifft, erwartet ihn eine böse Überraschung – und die Erkenntnis, dass Asmodi ihm stets einen Schritt voraus zu sein scheint.

MEINUNG
Der Verlauf der Geschichte lässt von der Art der Inszenierung her Erinnerungen an Quentin Tarantinos nonlineare Erzählweisen aufkommen. Die Folge beginnt in der Mitte, erzählt dann vom Anfang her weiter, bis man wieder bei der Mitte angelangt ist, garniert mit diversen Einwürfen anderer Handlungsstränge und führt dann zum Ende, das in der Tat nicht nur einiges für Dorian Hunter und den Hörer verändern dürfte. Gewöhnungsbedürftig, in der Tat, und somit sei dem Hörer durchaus angeraten, *genau* hinzuhören.
Per se ist die Geschichte solide – es wird erneut zwischen mehreren Zeitebenen hin- und hergesprungen, mehrere Handlungsstränge laufen zusammen – und mit solide meine auch genau das: Gute Unterhaltung, aber kein massiver “Ausreißer nach oben”. Da spielen exemplarisch die Folgen “Freaks” oder “Die Schwestern der Gnade” doch noch eine Liga höher.

Bei den Sprechern mache ich es kurz: Göllner as usual – egal ob es Douglas Welbat als großartig dargestellter Michael Zamis ist, Thomas Schmuckert als titelgebender Dorian Hunter, oder natürlich Klaus-Dieter Klebsch als Höllenfürst mit einer Vorliebe für eindeutig-zweideutige Oneliner: Keine negativen Ausreißer, alles auf gewohnt hohem Niveau.  Und Freunde der Serie “Jack Slaughter” dürften bei Klebschs Interpretation Asmodis, gerade in Interaktion mit seinem Schergen “Creeper”, grinsen – man wartet förmlich darauf, dass im Hintergrund noch ein Delphin “rumfloppert”.

Effekte und Musik bieten ebenfalls genau das, was man von “Dorian Hunter” erwartet – in Kombination mit den ausgezeichneten Sprecherleistungen einmal mehr die perfekte Symbiose aus Sprache, Musik und Klängen, die die Surrealität des Hunter-Universums nicht nur hör-, sondern regelrecht greifbar machen.

Bleibt als Fazit:
Ein gelungener Jahresausklang für den “Dämonenkiller”, der eine solide, im Gesamtverlauf der Serie allerdings schwächere Story mit starken Sprecherleistungen, grandiosem Sounddesign und dem mittlerweile “typischen” ‘Göllner-Flair” wettmacht. [rd]

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