[Review] Point Whitmark (28): Der leere Raum


Point Whitmark (28): Der leere Raum (folgenreich, 2010)Point Whitmark (28): Der leere Raum
Nach einer Erzählung von Bob Lexington.

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert, Markus Segschneider, Volker Sassenberg & Manuel Rösler
Ton & Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Tonassistenz: Kai Müller
Illustration: Ingo Masjoshusmann
Regie & Produktion: Volker Sassenberg

SPRECHER:
Jürg Löw, Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Daniela Thuar, Raphael Kübler, Gerald Paradies, Mario von Jascheroff, Norman Matt, Karl Schulz.

1 Audio-CD
Länge: ca. 55 Minuten
ISBN: 978-3-8291-2322-8

Inhaltsangabe des Verlags:

Mit einem raffinierten Schachzug verschaffen sich Jay, Tom und Derek Zugang zur Strafvollzugsanstalt in Hampton, die von einer mysteriösen Ausbruchswelle erschüttert wird. Aber schon bald bricht auf den streng bewachten Fluren das Chaos aus. Die Jungen sind gezwungen, dem Gesetz den Rücken zu kehren! Ahnungslos verlieren sie sich im Leeren Raum. Dort, wo jeder Wunsch in Erfüllung geht. Doch ihr Gegenspieler verlangt einen unvorstellbaren Preis! In der Kommandozentrale des Delphi offenbart der Zimmerservice sein wahres Gesicht.

Meinung:

Point Whitmark” wagt Virtualität. Da dieses Thema bei der Detektiv-Konkurrenz von der Westküste mit den drei bekannten Satzzeichen in schöner Regelmäßigkeit nach hinten losgeht, war somit auch hier Skepsis angesagt. Diese zerstreut sich jedoch schnell. Denn auch wenn die Realisation des “leeren Raums” sicherlich noch ein Weilchen im Reich der Fantasterei zu suchen sein wird: Die Idee an sich ist alles andere als verkehrt, entpuppt sich als spannungssteigerndes Element und ist summa summarum ein Beispiel, wie (Quasi-)Mystery und EDV-verwandte Themen sich nicht ausschließen müssen und durchweg packend sein können.

Bei den Sprechern: Business as usual – will heißen: Von den Protagonisten gibt es die gewohnten Leistungen, negative Ausfälle sucht man (wie eigentlich immer) vergebens. Selbiges gilt für die passend besetzten Nebenrollen – allen voran Norman Matt als Delphi oder Karl Schulz als bärbeißiger Nachtwächter mit Hang zur Cholerik. Sprechertechnisch gesehen ist seit Jahr und Tag Verlass auf Volker Sassenberg, da bildet “Der leere Raum” keine Ausnahme.

Selbiges gilt natürlich auch, oder vor allem für die Effekte und musikalische Untermalung: Die Folge erhält trotz des IT-Elements einen ordentlich gruseligen Touch, der seine Abbildung auch in der Untermalung findet – im positiven Sinne. Auch hier sind Sassenberg und sein Team seit Anbeginn ihrer Produktionen in der Top-Liga.

Bleibt somit eine Folge, die ich allen eventuell existenten Befürchtungen zum Trotz empfehlen kann: IT-Thematiken können in Mystery-Krimireihen funktionieren, es muss einem nicht jedes mal der schiere Unfug von halbseidenem EDV-(Nicht-)Wissen mit der stumpfen Axt ins Gesicht springen – denn auch wenn “Der leere Raum” für sich gesehen sicherlich noch recht phantastisch anmutet, so ist er im Kontext der Folge sowie in seiner Darstellung doch so solide integriert, daß man nicht vor Unglauben ob des Gehörten mit dem Kopf schütteln kann.
Bei Sprechern und Untermalung ist es wie immer: Passt, überzeugt, bitte weiter so.
Point Whitmark: Der leere Raum” liefert den Beweis dafür, daß solche “EDV”-Experimente in Jugenkrimis auch glücken können.

http://www.hergehoert.de/point-whitmark_28_der-leere-raum.html

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