[Review] Jack Slaughter (11): Im Haus des Todes | Herzhafte Hörnahrung


Jack Slaughter (11): Im Haus des TodesJack Slaughter (11): Im Haus des Todes

Regie, Produktion & Dranaturgie: Lars-Peter Lueg
Musik, Arrangements & Instrumente: Andy Matern
Veröffentlicht: LPL Records / folgenreich, 2010

SPRECHER:
Till Hagen, Simon Jäger, David Nathan, Arianne Borbach, Klaus-Dieter Klebsch, Jan Spitzer, Frank Röth  u.a.

Meinung:

Wenn der ewig griesgrämige Oberdämon Professor Doom (Klaus-Dieter Klebsch) auf den ewig fröhlichen Mr. Happy trifft, kommt dies einem Erdbeben gleich – und für den Hörer kommt es zu einem Frontalangriff auf die Lachmuskeln.

Die bewährte Art der Serie wird natürlich beibehalten: Groschenromanklischees werden genüßlich und dennoch auch als Unterhaltungsfolge funktionierend durch den Kakao gezogen und zum Schreien komisch auf die Spitze getrieben. Egal ob es Professor Doom mit seinem bizarren Kabinett der schrägen Charaktere ist oder Jack, die Tochter des Lichts, die, Verzeihung: der mehr auf Blut und Gewalt denn auf die Schminktipps seiner verstorbenen Großmutter steht, sind. Diesmal treibt man es jedoch auf die Spitze: Der immerfröhliche Mr. Happy bekommt von Professor Doom einen Fluch auf den Hals gehetzt, der den immer gut gelaunten Happy zu einem Kannibalen macht, der gut gelaunt seinem neuen Hunger frönt.

So herzallerliebst schräg die Handlung klingt und im Endeffekt auch ist: Es dauert ein wenig, bis Jack, Kim und Tony „in die Puschen“ kommen – das mag für einige ein Problem sein, mir persönlich hat es so jedoch gefallen, weil dadurch insbesondere Doom und Happy ausreichend Zeit für das ultra-schräge Setup der herzigen Jagd bekommen.

Die Sprecher sind einmal mehr durch die Bank weg großartig. Vor allem das „Prima Vista“-Double Simon Jäger und David Nathan, sowie Klaus-Dieter Klebsch verdienen erneut virtuellen Applaus – hörbar Spaß an der Sache haben allerdings alle Beteiligten und es ist in der Tat eine reine Freude diesen großartigen Sprechern zu lauschen.

Musik und Effekte passen sich wieder dem gewohnt schrägen Setting an – genau wie die Klischees der Figuren und der Handlung von Groschenromanen per se durch den Kakao gezogen werden, wir hier auch hier wieder die Musik oftmals „gegen den Strich“ eingesetzt um den bizarr-schrägen Charakter der Serie zu untermalen. Dieser Wahnsinn mit Methode könnte wohl in keiner anderen Serie derzeit funktionieren.

Zu den Effekten sei noch gesagt, daß diese wie immer passend eingesetzt werden und mit Blick auf die herzhaften Mahlzeiten Mr. Happys das Ganze durchaus auch als Diätbegleitung dienen kann🙂

Bleibt als Fazit:
Eine Folge, bei der ich persönlich gefeiert habe – die einfache Ausgangssituation führt zu etlichen einfach nur zum Brüllen komischen Szenen, die von einem in bester Spiellaune befindlichen Sprecherensemble hervorragend zum Leben erweckt werden, begleitet von der zum Markenzeichen der Serie gewordenen, nicht minder schrägen musikalischen Begleitung, passend genutzten (und streckenweise echt ekeligen) Geräuscheffekten.
Jack Slaughter“ ist und bleibt eine einfach liebenswert schräge Serie, die vor Nichts halt macht und den Zuhörern vor allem mit dieser Folge, dem „Haus des Todes„, eine pfundige Portion allerliebster Unterhaltung mit Herz bietet.

http://www.hergehoert.de/jack-slaughter_11_im-haus-des-todes.html

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