[Review] Gabriel Burns (34+35): Ich weiss, was Angst ist & Das Haus der Seele


Gabriel Burns (34+35): Ich weiss, was Angst ist + Das Haus der SeeleGabriel Burns (34/35):
Ich weiss, was Angst ist
Das Haus der Seele

Idee & Konzeption: Decision Products
Regie: Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge und Volker Sassenberg
Tontechnik & Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Tonassistenz: Kay Müller
Illustration: Ingo Masjoshusmann
Grafik: Marion Mühlberg
Produktion: Volker Sassenberg

Veröffentlicht: Folgenreich / Decision Products, 2010

Sprecher:
Jürgen Kluckert, Hans Paetsch, Andreas Ksienzyk, Bernd Vollbrecht, Ernst Meincke, Bianca Krahl, Björn Schalla, Mario von Jascheroff, Norman Matt, Karl Schulz, Silke Super, Stefan Müller-Ruppert, Daniela Thuar.

Inhaltsangabe (34) des Verlags:

In den hölzernen Götzen-Schreinen am Ufer loderten kleine Feuer. Menschen drängten sich um eine Schar barfüßiger Priester. Ein Rauschen, wie die Schwingen eines großen Raubvogels, fiel über das Dorf. Er hatte sie gefunden …

Der Legende nach befand sich in Jangal Mandir der Zugang zur Unsterblichkeit. Hier verschwand der Strom der Seelen …

Von Schlingpflanzen halb bedeckt zeigten die Enden der Steinpritschen raubtierhafte Fratzen. Die Metallröhre mit dem Stein von Akhilesh hing an einem Ledergurt über Bakermans Schulter. Seine Hand ruhte auf dem Verschluss. Hinter den Fensternischen formten sich weitere Mönche aus dem Nassgrau der fahlen Nacht.

Inhaltsangabe (35) des Verlags:

Er lag unter herabgestürztem Schutt begraben. Regen drang durch das Loch im Dach. Und schwemmte das Blut von seiner Stirn. Das Tal hatte sich geöffnet! Die Schächte offenbarten vertikal abfallende Tunnelwände, in deren Flanken hunderte von Grabmälern eingelassen waren. Der Fahle Ort strebte seiner Erfüllung entgegen. Jangal Mandir ertrank im Tosen des Monsuns.

Die Zerstörungskraft von tausend Sonnen, gebündelt in einem menschlichen Herz. Umgeben von der Allgegenwart des Alten Feindes. Gabriel erhob sich unter den Seinen. Er war frei.

Hier … auf der anderen Seite …

Meinung:

Die Steven-Burns-freie Zeit ist vorbei und die Gesamthandlung nimmt hier endlich mal richtig Fahrt auf: In Indien kreuzen sich die Wege von Steven Burns, Larry Newman, Joyce Kramer, Cardieu, Schmidt und Bakerman wieder und es werden einige Dinge enthüllt, die man wirklich nicht mehr als “Kleinigkeiten” bezeichnen kann.

Storytechnisch muss ganz klar gesagt werden, dass Andreas Gloge auf dem besten Wege ist, die Serie zu ihrer alten Stärke zurückzuführen. Hier bekommt man einen Hochhgeschwindigkeits-Plot serviert, der nicht mit Enthüllungen geizt (die allerdings auch gleichsam teilweise für neue Möglichkeiten und Fragen sorgen), sondern der einen trotz aller Ereignisse nicht wie ein ICE überrollt, sondern die Burns-typische, sedierende Art und Weise beibehält, die sich schnell zum Markenzeichen der Serie entwickelte und im Kontext der Serie essentieller Bestandteil der einmaligen Atmosphäre ist.

Zu den Sprechern kann man einzig sagen: Hoch die Tassen! Volker Sassenberg versteht es nicht nur, großartige Namen richtig für die Rollen zu besetzen, unter seiner Regie laufen die Sprecherinnen und Sprecher auch zu Hochleistungen auf und dabei ist es egal, ob es die alten Burns-Recken Bernd Vollbrecht, Bianca Krahl, Ernst Meincke oder Björn Schalla oder Sprecher wie Mario von Jascheroff sind.

Herausheben möchte ich allerdings Jürgen Kluckert. Er hat in dieser Folge zwar auch den Part des Erzählers einmal mehr großartig absolviert, bietet indes auch eine kleine Überraschung, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte. Nur soviel: Gänsehaut garantiert.

Beim Sound ist und bleibt Burns eine Bank. Eine derart dichte und durchdachte Atmosphäre bekommt man selten geboten – einmal mehr kann man sich kaum der durch dieses brillante Sounddesign erschaffenen Atmosphäre kaum entziehen und wird unweigerlich in diesen düsteren Trip hineingezogen. Auch hier sei jedem Hörer angeraten, sich die Folgen auch über Kopfhörer anzuhören – was das Team um Volker Sassenberg hier erneut erschaffen hat, verdient Respekt.

Als Fazit:
Die Serie bleibt auf Kurs und hält derzeit eine gute und vor allem gut funktionierende Waage zwischen “bei der Stange halten” und Auflösungen. Vorgetragen von einem verdammt guten Sprecherensemble unter einer hervorragenden Regie, begleitet von einem Sounddesign auf höchstem Niveau, werden die Hörer hier auf einen bizarren Trip mitgenommen, den man sich gern auch mehrfach geben kann. Bitte weiter so!

http://www.hergehoert.de/gabriel_burns__34+35.html

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