[REVIEW] MindNapping (4): Flutnacht


MindNapping (4): Flutnacht | © 2011 Audionarchie eKMindNapping (4): Flutnacht

Idee & Buch: Simon X. Rost
Regie & Schnitt: Patrick Holtheuer
Co-Regie: Marko Peter Bachmann
Editing & Monate: Marko Peter Bachmann, Stefan Hagen
Musik, Mix & Mastering: Marko Peter Bachmann
Gitarre: Matthias Nawatzki
Gestaltung & Layout: Daniel Klages-Saxler

 

[Hörprobe]

= = = INHALTSANGABE DES VERLAGS = = =

Tim Felton nimmt nach dem Unfalltod seiner Freundin den Job als Vogelwächter auf Brooks Island an – eine einsame Insel an der Küste von Maine. Das beschauliche Forscherleben endet jäh, als Tim Hinweise entdeckt, dass sein Vorgänger unter mysteriösen Umständen verschollen ging und eine geheimnisvolle Schiffbrüchige auf Brooks Island angespült wird. Wenig später weiß Tim nicht mehr, ob er seinen Sinnen noch trauen kann oder ob er das Schicksal des letzten Vogelwartes teilen wird: Paranoia, Wahnsinn und Tod…

= = = MEINUNG = = =

In der Reihe „MindNapping“ bricht in Folge 4 die titelgebende „Flutnacht“ an. Aus der Feder von Simon X. Rost (u.a. Darkside Park, Mitschnitt) stammt ein kammerspielartiger Psychothriller, der mit einem Minimum an Akteuren auskommt. Die Szenerie ist gut gewählt: Eine einsame Insel, das Rätsel um den verschollenen, letzten Vogelwart auf eben selbiger, eine gestrandete Frau, die im Laufe der Geschichte immer undurchsichtiger erscheint, sowie ein aufziehender Sturm – das sind Zutaten, die einen rundum superben Thriller ergeben können. Und im Falle von „Flutnacht“ nicht nur können, sondern dies auch mit Bravour beweisen.
Simon X. Rost versteht es, die Balance zwischen atmosphärischer und Spannungsdichte perfekt zu halten. Es entstehen keine Längen, unnütze Szenen sucht man vergebens, und trotzdem wartet die Geschichte mit einer ungeheuer dichten und packenden Atmosphäre auf.

Bei der Umsetzung hat man ebenfalls keinen Aussetzer zu verzeichnen. Die Sprecher, allen voran Christian Stark als Tim Felton und Marion von Stengel als undurchschaubare Susan liefern hier eine regelrecht Glanzleistung ab. Besonders erwähnenswert ist übrigens auch Udo Schenk, der hier sogar mal nett klingen darf und sich auch in diesem „Modus“ für kommende Produktionen empfiehlt. Zuletzt sei noch Reent Reins genannt, der -oftmals in einem wunderbar realisierten Übergang mit Christian Stark- als verschollener Frank Laughten sehr gut klingt und spielt.

Bei Musik und Effekten bleibt es wie gehabt: Sauber, sauber, sauber – passend, realistisch und atmosphärisch. Auch ein Markenzeichen der Reihe bleibt: Die einzelnen Stücke werden so etwas wie das „Markenzeichen“ der jeweils einzelnen Folge, so daß jede Folge tatsächlich wie beabsichtigt ein eigenständiges Werk ist. So kann es gern weitergehen.

Als Fazit bleibt:
„Flutnacht“ ist ein weiterer extrem starker Eintrag der Psychothriller-Reihe „MindNapping“. Simon X. Rosts Story wurde hervorragend in Szene gesetzt, von sehr guten Sprechern ebenso gesprochen, bzw. gespielt, mit passenden Musiken und Effekten untermalt, so daß sich das „Kopfkino“ voll entfalten kann und man den Charakteren praktisch „über die Schulter“ zu schauen vermag.
Beide Daumen hoch – verdammt geile Folge!

 

2 Gedanken zu “[REVIEW] MindNapping (4): Flutnacht

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