Die drei ??? Special: Top Secret (1): Brainwash – Gefangene Gedanken


Cover zu "Die drei ??? Top Secret Special (1): Brainwash - Gefange Gedanken", EUROPA 2011Die drei ??? Special: Top Secret (1): Brainwash – Gefangene Gedanken

Inhaltsangabe des Verlags:

Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht: Eine Geschichten aus dem Jahr 1989 von dem amerikanischen Die drei ???-Autor Peter Lerangis. Als in einer Woche gleich zwei Bekannte der drei ??? verschwinden, vermuten die Jungen, dass die Sekte SynRea dahinter stecken könnte. Um die Vermissten zurückzuholen, fliegen die drei Detektive nach New York und treten in einer Undercover-Aktion der Sekte bei. Schon bald stellt sich heraus, dass die vermissten Jugendlichen tatsächlich dort sind. Was jedoch als einfache Rückholaktion geplant war, entpuppt sich zunehmend als unlösbare Mission – denn die Mächte der SynRea-Gruppe scheinen auch von Justus, Peter und Bob Besitz zu ergreifen.

Sprecher:

Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Fabian Harloff, Marion von Stengel, Wolfgang Kaven, Rasmus Borowski, Celine Fontanges, Stefan Brönneke, Robin Brosch, Volker Hanisch, Jens Wendland, Alexandra Garcia, Nico König, Peter Kirchberger, Christian Concillio , Edgar Bessen, Holger Umbreit, Michael Lampe, Pamela Punti, Susanne Wulkow, Enie van de Meiklokjes

Meine Meinung:

„Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht“ – so heißt es werbetechnisch und in der Tat war ich gespannt auf die verschollenen Crimebusters-Folgen (innerhalb der regulären Hörspielserie die Folgen 47 – 56). Stellte für mich bislang der „Angriff der Computerviren“ den Tiefpunkt der Crimebusters-Ära dar, schafft diese Folge es mit erschreckender Leichtigkeit, dies zu toppen. Die Story, wenn man sie denn so nennen möchte, ist derart hanebüchen und zugleich beängstigend flach und inkohärent, daß sie über den Status eines Ärgernisses nicht hinauskommt. Egal, ob Nebenhandlungen ins Nichts führen, die Namen bereits mehr als nur böse Omen sind oder die fehlende Spannung „Brainwash“ zu einem regelrechten Schnarchfest verkommen lassen: Hier wird leider sehr schnell klar, warum die Folge bis dato vermutlich verschollen war.

Sprechertechnisch schwankt die Folge ebenfalls zwischen bizarr und sehr gut. Die Castingliste liest sich für Fans der ersten Stunde natürlich zunächst großartig, Fabian Harloff, Stefan Brönneke, Peter Kirchberger, Edgar Bessen – da kommen Erinnerungen an großartige Folgen wie „Der Phantomsee“, „Der Höhlenmensch“ und Co. hoch. Daß aber exemplarisch gerade der ansonsten immer wunderbare Peter Kirchberger hier eine derart überzogene Darstellung des Sektenoberhaupts abliefert, daß –zumindest ich- am liebsten mit einer brennenden Axt in die Boxen gekeult hätte, ist erschreckend und symptomatisch gleichermaßen für diese Folge. Natürlich muß man sich vorab bewußt sein, daß im Rahmen der „Crimebusters“ die Nadel stark Richtung Trash ausschlägt, aber in den bislang veröffentlichten Folgen hat man diesen Spagat zwischen Trash und spannender Unterhaltung größtenteils solide geschafft. Daß man allerdings gerade bei dieser Folge mit dem für ein jüngeres Publikum sicherlich nicht unwichtigen Thema „Sekten“  nur noch auf überzogenen Trash setzt, ist nicht nur schade, sondern schlicht grenzwertig. Dazu tragen nicht nur die Geschichte, sondern die teils absonderlichen Darbietungen der Figuren bei. Den Sprechern an sich kann man dabei nicht mal einen Vorwurf machen – man weiß ja, was beispielsweise obig genannte Sprecher draufhaben und es ist schade, daß hier so ein zwiespältiges Ergebnis rauskam.

Das Sounddesign ist damit der solideste Faktor der Folge. Ganz sicherlich nicht herausragend, aber dennoch so gut gelungen, daß zumindest in dieser Beziehung durchaus nostalgische Gefühle aufkommen können.

Bleibt als Fazit:
„Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht“ war der Werbeslogan, als Fazit allerdings möchte ich fast sagen „Verschollen, gefunden, leider veröffentlicht“. Diese Folge hat sicherlich ihre Berechtigung, um die Sammlung zu komplettieren, allerdings ist der Inhalt selbst Fans der regulären Serie nicht zu empfehlen. Eine inkohärente Geschichte, streckenweise bizarre Sprecherleistungen, ein fragwürdiger Umgang mit dem Thema „Sekten“ – hier passt leider gar nichts zusammen. Einzig das Sounddesign kommt den zu erwartenden Nostalgiegefühlen entgegen. Einen Kauf rechtfertigt dies allerdings nicht.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s