Eventbericht: Mark Brandis Planetarium-Tour 2012 (Planetarium Bochum)


Gewaltige Triebwerke dröhnen, Schotts öffnen sich mit hydraulischen Lauten, sphärische Synthieklänge, die an die gute alte Analogära erinnern – nein, wir sind nicht im 22. Jahrhundert sondern im Zeiss-Planetarium in Bochum. Es ist Donnerstag, der 17. Mai 2012, ein Feiertag, dessen Abend nun von einem akustischen und visuellen Ausflug in die phantastischen Welten von „Mark Brandis“ gekrönt werden soll.

Kuppel des Planetarium BochumBeim Betreten der Kuppel des Planetariums, die während der Vorstellung von der „Außenwelt“ abgeschlossen ist, befindet sich noch gedimmtes Licht, die neue Ausstattung verleiht der Szenerie ein futuristisches Ambiente. Rasch noch ein paar Fotos machen, einer älteren Dame neben mir versichern, daß „das jetzt hoffentlich nicht die ganzen zwei Stunden so geht“ und voila! ging es auch schon los für die gut 100 Besucher.

Eine Einleitung gibt es durch die Leiterin des Planetariums, Frau Prof. Dr. Susanne Hüttemeister, die von den Hörspielen zur Buchreihe hörbar begeistert ist – nein, nicht im plumpen marketingtypischen „Hey, das müssen wir mal anpreisen hier. Alles super! Alles toll! Neue Runde.“-Stil, sondern mit echter Begeisterung. Natürlich bietet „Vorstoss zum Uranus“ auch ein nicht unerhebliches Quantum Astronomie und Frau Prof. Dr. Hüttemeister hat den Bogen vom Hörspiel- zum Astronomiebereich wunderbar geschlagen – es ist immer wieder ein Erlebnis wie sie ihre Begeisterung für „ihre“ Sterne und Planeten mit den Zuschauern und Zuhörern teilt.
Nach Ihrer Ansprache entlässt sei die Zuhörer dann ins Dunkel – das Licht wird komplett gedimmt, der Sternenhimmel an die Kuppel projiziert und Ernest D. Scott nimmt die gut 100 Zuhörer mit auf seine mit Bruchlandung gekrönte Reise zum Uranusmond „Titania“.

Publikum vor BeginnDie Kombination aus einem mit Astronomieeinschlag versehenen Science Fiction Hörspiel und den Allprojektionen über die gesamte Kuppel ist unglaublich – in Worte fassen kann man es kaum, man muß es wirklich mal selbst erleben. Dabei illustrieren die Aufnahmen das Geschehen im Hörspiel nicht, sie nehmen den Zuhörer dennoch mit auf eine Reise ins All – und das an einigen Stellen sehr dynamisch mit einer (wirklich gelungenen) Ausnahme doch recht illustrierend: In einer Szene nähern sich Brandis & Crew mit der „Hermes“ dem Mond Titania. Dieser Mond erscheint dann tatsächlich auch langsam näher kommend auf der Kuppel. „Vergrößern auf 800%“ (ich weiß nicht, ob das jetzt der genaue Wortlaut war, aber trotzdem: Ihr wisst schon, was ich meine ;)) ordnet Brandis im Hörspiel an – und genau das passiert auch auf der Kuppel.

Nachdem der im Hörspiel dramaturgisch gut platzierte Funkspruch von Brandis zur Bergung der Delta IX das Ende der ersten Folge markiert und zur 1/4 stündigen Pause überleitet, wird allerdings auch die wohl einzige Schwäche der Folge im Publikum hörbar: Einige Zuhörer bemängeln die Länge, bzw. die im ersten Teil sehr ruhige Art.

Planetarium Bochum von außenNach der Pause geht es weiter mit Teil 2 – und dieser ist mit seinem Fokus auf Brandis und seine Bergungsmission natürlich wesentlich kurzweiliger, was auch im Publikum Anklang findet. Und so endet der Ausflug in die Weiten des Alls dann auch mit positivem Zuspruch und Applaus und kurz nach 23 Uhr Erdzeit Bochum wird man wieder in die reale Welt entlassen – mit der Hoffnung, daß dies nicht das letzte Mal war, daß Mark Brandis uns mitnimmt.

Bericht: Ronny Dohmen, 24.05.2012.
Dickes Danke nochmal an Heike! :) 

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