Don Harris: Dämonicus


Don Harris (9): DämonicusDon Harris (9) – Dämonicus
Ein Hörspiel von Oliver Döring nach dem Roman von Jason Dark

Buch: Gerry Streberg und Oliver Döring
Regie: Oliver Döring
Sounddesign & Schnitt: ear2brain productions
Produktion: WortArt/ AS Hörspiel GmbH
Realisation: Pe Simon
Illustration: Vladimir Bondar
Artworkgestaltung: Friedemann Weise
Product Management: dp
Musik: Universal Publishing Production Music GmbH

= = = = = INHALTSANGABE DES VERLAGS = = = = =

Aus einem archäologischen Institut in London wurde eine kostbare Statue gewaltsam entwendet. Der sogenannte „Dämonicus“ gilt als einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Funde überhaupt. Dabei konnte seine wahre Bedeutung bislang, trotz umfassender Untersuchungen, nicht enthüllt werden.
Don Harris’ Nachforschungen ergeben, dass von dem griechischen Artefakt eine tödliche Gefahr ausgeht. Der „Dämonicus“ dient offenbar als eine Art Gefäß und enthält Blutreste der legendären Medusa …

= = = = = MEINUNG = = = = =
Der Don haut wieder auf den Putz. Nach seinem großartig inszenierten Kampf gegen die Triaden, geht es hier direkt weiter: „Dämonicus“ wartet mit einer kurzweiligen Story auf, in der Jason Dark die nahezu perfekte Mischung aus Action und Grusel trifft. Mit einem hohen Erzähltempo jagt der Geheimagent nicht nur durch düstere die britische Pampa und Laborkomplexe, sondern vor allem durch eine zeitgemäße Adaption der Frankenstein-Thematik. Dazu gewährleistet viel Action, daß die Folge nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen lässt.

Bei Sprechern, Musik und Effekten mache ich es diesmal kurz: Wie immer Premiumklasse. In der „Kino für die Ohren“-Liga spielt man seit Anbeginn ganz oben mit und der „Dämonicus“ zeigt vortrefflich, warum. Die Rasanz der Geschichte wird nahtlos in die Geräuschkulisse übersetzt, während sich sowohl die Haupt-, als auch die Nebensprecher keine Blöße geben und -wie immer- Spitzenleistungen abliefern.

Als Fazit bleibt:
Auf Grund des „roten Fadens“ der Hintergrundgeschichte sicherlich keine Einstiegsfolge in die Serie, aber ein brachial guter Eintrag, der einmal mehr zeigt: Don Harris ist und bleibt in der Topliga der Actionhörspiele. Absolute Hörempfehlung!

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[Review] Don Harris (7): Drei Gräber in Sibirien


Don Harris - Psycho-Cop (7): Drei Gräber in SibirienDon Harris (7): Drei Gräber in Sibirien

Buch: Gerry Streberg und Oliver Döring
Regie: Oliver Döring
Sounddesign & Schnitt: ear2brain productions
Produktion: WortArt/ AS Hörspiel GmbH
Realisation: Pe Simon
Illustration: Vladimir Bondar
Artworkgestaltung: Friedemann Weise
Product Management: dp

Sprecher:
Douglas Welbat, Dietmar Wunder, Claudia Urbschat-Mingues, Bernd Rumpf, Torsten Michaelis, Marion von Stengel, Engelbert von Nordhausen, Martin Keßler, Viktor Neumann,  Rainer Fritzsche, Jan Spitzer, Tobias Kluckert, Nico Sablik, Detlef Bierstedt, Philipp Schepmann, Martin May, Boris Tessmann u.a.

Inhaltsangabe des Verlags:

Alan Bancroft, ein erfolgreicher Journalist und inoffizieller Informant des MI6 und der ESI, verschwindet spurlos während seiner Recherchen über Grigori Rasputin in Sibirien.

Mit der Hilfe von Larissa Chamova, einer russischen FSB-Agentin, soll Don Harris aufklären, was mit dem Verschollenen geschehen ist. Das letzte Lebenszeichen Bancrofts liefert Harris nur wenige Hinweise: Rasputin und die Höllensöhne. Die Suche führt sie in ein entlegenes Kloster nahe dem sibirischen Bergdorf Mutow. Es birgt ein unheilvolles Geheimnis, das die ganze Welt verändern könnte …

Meinung:

Nach einer extrem langen Pause geht es mit dem „Psycho-Cop“ Don Harris endlich weiter.

Direkt positiv zu vermerken: Der Don ist nach wie vor ein Garant für ordentliche Action mit einfach gestrickten, allerdings ungemein kurzweiligen Plot. Die Jagd auf die „Höllensöhne“ geht weiter und selbige verfolgen selbstredend nach wie vor ihre zwei Hauptziele: Das Machtpaket XXL inkl. ewigem Leben und die Fortsetzung der „Mach den Don tot“-Show, die diesmal für eine weitere praktische Fähigkeit bei eben jenem sorgt, die einigen Leuten, nun, Kopfzerbrechen bereitet.

Die Handlung an sich greift Rasputin auf, einen Trank, der angeblich ewiges Leben gewährt und der zudem Tote wieder zum Leben erwecken soll. Was sich in Kombination mit dem Autoren Jason Dark wie „Sinclair 2.0“ liest, entpuppt sich jedoch keinesfalls als Dämonenlastiges Gruselactionspektakel, sondern als reinrassiger Actionthriller. Im Kontext der Rahmenhandlung funktioniert die Folge ebenfalls und bringt diese gerade im Bezug auf Harris einen deutlichen Schritt nach vorn.

Bei den Sprechern bleibt alles wie gehabt: Oliver Döring ist und bleibt ein Garant für Sprecherleistungen, die, egal in welchem Genre er sich austobt, einfach passen und rundum überzeugen. Dazu noch eine Prise Selbstironie, die man beispielsweise aus der ebenfalls unter Dörings Regie entstandenen „John Sinclair Classics“-Serie kennt, und fertig ist das für Döring typische Rundum-Sorglos-Hollywood-für-die-Ohren Gesamtpaket.

Effekttechnisch geht es ebenfalls fett zu und wie immer sind besonders Dons Gaben, die Visionen und seine neue Fähigkeit (Spoiler: Gedankenkontrolle anderer Menschen), hervorzuheben – auch hier ist und bleibt man dank ear2brain Productions ein Vorzeigeprodukt und transportiert Blockbusterwürdige Bilder in Tonform ins Ohr.

Fazit:
Lang hat’s gedauert, doch das Warten hat sich definitiv gelohnt. Don Harris gibt auch in Folge 7 Vollgas, sowohl was die einfache, indes extrem kurzweilige Handlung, als auch die Sprecher nebst deren Leistungen und die musikalisch und effekttechnische Untermalung betrifft. SO muss moderne Action klingen.

http://www.hergehoert.de/don-harris_7_drei-graeber-in-sibirien.html

[Review] John Sinclair (63): Tokatas Todesspur


John Sinclair (63): Tokatas Todesspur (Lübbe Audio, 2011)John Sinclair (63): Tokatas Todesspur

Veröffentlicht: Lübbe Audio, 2011
Hörspiel, 1 CD, 55 Minuten
ISBN: 978-3-7857-4383-6

Sprecher:
Joachim Kerzel, Frank Glaubrecht, Martin May, Martin Keßler, Jan Spitzer, Raimund Krone, Tobias Kluckert, Oliver Strietzel, Rainer Fritzsche, Karsten Gausche, Alexander Doering, Matthias Haase, Nico Sablik, Thomas Nero Wolff, F.G. Beckhaus, Peter Flechtner, Philipp Schepmann, Marion von Stengel, Fred Bogner, Liane Rudolph, Sebastian Rüdiger.

Inhaltsangabe des Verlags:

Man nannte sie die Insel des Schweigens. Einsam lag sie vor der japanischen Küste. Neben einer Mülldeponie befand sich noch ein Hochsicherheitsgefängnis auf dem Eiland. Viele der Insassen starben in den kahlen Betonbauten, die meisten von ihnen auf gewaltsame Art. Die Öffentlichkeit wusste, dass das Leben dort die Hölle auf Erden sein musste. Was aber niemand ahnte war: Dass die Hölle dort erst noch entfesselt werden sollte.

Meinung:

Nach dem furiosen Mordliga-vs.-Asmodina Dreiteiler geht es gleich mit Vollgas weiter, oder passender: mit Mach-Geschwindigkeit.
John und Suko verschlägt es auf eine japanische Insel, die sowohl als Mülldeponie, als auch als Gefängnis genutzt wird. Und genau dieses schnuckelige Fleckchen Erde bietet die Kulisse für den Showdown zwischen Tokata und dem Goldenen Samurai.
Wie erwähnt: Es geht temporeich zur Sache, kurzweilig inszeniert steuert die Story geradlienig und schnörkellos auf den Kampf der zwei Dämonensamurais zu. Das Tempo steht der Folge gut zu Gesicht, und abgesehen von 2, 3 echten Gruselmomenten steht eher die Hatz Sinclairs und Sukos auf Tokata im Vordergrund. Dabei sind die Gruselmomente jedoch so gut platziert, das dennoch genügend Spannung durch die schiere Ungewissheit und die Bedrohung durch Gegenwart widernatürlicher Elemente erzeugt wird.

Im Bereich Sprecher kann man sich, wie eigentlich immer, kurz fassen: Oliver Döring und ein bis in die letzte Rolle vortrefflich besetzer Sprechercast liefern genau das ab, was man von der Serie erwartet: Top-Leistungen. Unter den Namen finden sich diesmal auch Raimund Krone, Tobias Kluckert, Peter Flechtner, Jan Spitzer – und zu Beginn der Folge wird gleich mal „Harry Potter“ Nico Sablik hingerichtet (natürlich nur tonmäßig), der mit seiner Verzweiflung bei einem herrlich-fiesen, eiskalten Martin Keßler auf taube Ohren stößt. Was für eine fiese Szene.

Dito im Bereich der Effekte und musikalischen Untermalung – auch hier zeigt Sinclair seit Jahr und Tag wie Trivialliteratur als Action-Horror-Blockbuster inszeniert werden sollte, egal ob es alltägliche Geräusche sind, Überschallflüge in Düsenjägern, Splatter-Momente oder übernatürliche Elemente. Gerade Johns und Sukos Express-Ausflug von England auf die japanische Insel des Schweigens ist ein echter Aha!-Moment, vor allem über Kopfhörer oder eine anständige Anlage mit Subwoofer.

Als Fazit einmal mehr: Hörempfehlung, aber so was von! Sinclair in Reinkultur, knackig inszeniert, kurzweilig, klasse Sprecherleistungen und eine vortreffliche Untermalung von Soundeffekten und Musik. Also eigentlich wie immer. Zumindest noch für dieses Jahr.

[Review] John Sinclair Classics (5): Sakuro, der Dämon


John Sinclair Classicss (5): Sakuro, der Dämon (WortArt, Lübbe Audio, 2010)John Sinclair Classics (5): Sakuro, der Dämon.

Hörspiel nach der Vorlage von Jason Dark.
Erschienen bei Lübbe Audio, 2010

Sprecher:
Wolfgang Pampel, Frank Glaubrecht, Detlef Bierstedt u.a.

1 Audio-CD
Länge: Ca. 55 Minuten
ISBN-Nr.: 978-3-7857-4290-7

Inhaltsangabe des Verlags:

Langsam senkte sich die Schutzwand hinab. Unter dem Sarg begann es glutrot aufzuleuchten. Die Trauergäste spürten die Hitze, die aus dem immer kleiner werdenden Durchlass strahlte. Flammen schlugen links und rechts vom Sarg in die Höhe. Und dann, nur Sekunden bevor sich das Schutztor ganz schloss, schallte ein gellender Schrei aus dem Ofenschacht. Der Fluch von Sakuro, dem Dämon, fand seine Erfüllung. Die Katastrophe nahm ihren Lauf.

Meinung:
Während der John Sinclair als ausgewachsener Geisterjäger Asmodina und ihrem Vater Asmodis derzeit in einem epischen Dreiteiler (Höllen-)Feuer unterm Hintern machen, ist der junge Sinclair nun dabei, seinen Glauben an die übernatürlichen Mächte zu finden – „Hilfe“ gewährt ihm dabei ein altägyptischer Dämon namens Sakuro, der ‚dank‘ einer Familientragödie dafür sorgt, daß Johns Kumpel Bill Conolly seine Zukünftige Sheila kennenlernt…

Was kann der geneigte Hörer vom bereits fünften Eintrag in der Classics-Serie erwarten? Einen überdurchschnittlichen Sinclair. Bis in die Spitzenregion schafft es die Story zwar nicht, dennoch garantiert das Script die typischen Stärken der WortArt-Sinclairs: Hohes Tempo, schöne Schockmomente und eine konsequente Weiterentwicklung des Werdegangs von Sinclair und seinem (heutigen) Team. Der Ausflug nach Ägypten gerät dabei zu einer gelungenen Abwechslung vom bislang vorherrschenden „britischen“ Grundton mit verfluchten Schlössern, Wäldern etc.

Bei den Sprechern schöpft Regisseur Oliver Döring natürlich wieder aus dem Vollen – und er weiß, wie man aus einem namhaften Ensemble nicht nur gute, sondern großartige Leistungen rausholt. So auch hier und damit bleibt wieder mal nur: Dit hamse joot jemacht, Herr Döring.

Effekte und Musiken – nun, in diesen Bereichen macht man Döring nichts vor, eher anders rum: Hier macht Döring anderen vor, wie es geht. Ein absolut lebendig wirkendes Sounddesign, fiese wie reale Geräuscheffekte gleichermaßen, begleitet von der serientypischen, passenden und atmosphärisch wichtigen Musik lassen auch den fünften Teil zu einem Hörerlebnis werden.

Als Fazit bleibt wieder mal ein großartig unterhaltendes Hörspiel, das an Handlung per se zwar „nur“ überdurchschnittlich ist, dafür allerdings temporeich daherkommt und die Hintergründe des Sinclair-Universums weiter vertieft. Gespielt von einem Cast in bester Spiellaune, begleitet von superber Effekt- und Musikuntermalung, fertig ist ein Folge feinster Sinclair-Unterhaltung. Wieder mal.

 

http://hergehoert.de/john-sinclair-classics_5_sakuro-der-daemon.html

Don Harris (8): Triaden-Terror


DON HARRIS (8): TRIADEN-TERROR.
Hörspiel, 2010. Erschienen bei folgenreich.
Regie: Oliver Döring.
Sprecher:
Douglas Welbat, Dietmar Wunder, Claudia Urbschat-Mingues, Bernd Rumpf, Gerrit Schmidt-Foß, Oliver Stritzel, Tanja Geke, Martin Keßler, Thomas Petruo, F.G. Beckhaus, Helmut Krauss, Sebastian Rüger, Felix Hoffmann, Peter Flechtner u.a.

Don Harris findet in seiner Londoner Wohnung einen geflochtenen Seidenschal – eine Todesbotschaft der chinesischen Triaden?
Sein Freund Terry Sheridan rät ihm, in dieser Angelegenheit dessen Bekannte Li um Rat zu bitten. Als Harris schließlich Li aufsucht, entgehen beide nur knapp einem Anschlag. Don Harris scheint in das Fadenkreuz der Triaden geraten zu sein, die ihre bösartigen Machenschaften nicht mehr nur in Asien betreiben. Oder stecken hinter all dem die Höllensöhne…?

MEINUNG:

Nach dem mystisch angehauchten Abenteuer Don Harris’ in Sibirien, spielt die aktuelle Folge komplett in Good Ol’ London: Die ‘Höllensöhne’ nehmen von den Triaden ‘Eintrittsgeld’ nach Europa: Liegt Don Harris 6 ft. under, darf die Organisation auch in Europa agieren…
Die Hatz auf Harris entpuppt sich als schiere Tempogranate – Verfolgungen, Attentate, Entführungen, Killer – Don fliegt hier viel und vor allem wortwörtlich um die Ohren. Den Hörer freut’s, die kurzweilige Episode besticht durch hohes Tempo, hollywoodreif inszenierte Szenen, die jedem guten Actionthriller gut zu Gesicht ständen und eine gesunde Portion Härte. Im Gesamtkontext der Serie durchaus eine der besten Folgen überhaupt, die zudem über einen nicht zu verleugnenden Wiederhörwert hat.

Bei den Sprechen, ja – hm… Oliver Döring fischt mal wieder sämtliche Haare vorab aus der Suppe 🙂 – will heißen: Einmal mehr tummeln sich hier die Synchrongrößen und liefern erneut die gewohnte Professionalität ab. Das bereitet dem Hörer natürlich erneut einen extrem einfachen Zugang zu den dargestellten Charakteren – hier ist und bleibt man auf dem gewohnten Level, den man von Döring gewohnt ist. Stark besetzt, stark gesprochen – mehr kann man nicht verlangen.

Die Effekte sind ebenfalls wieder ‘top notch’. Es kracht, es knallt, die Umgebungsgeräusche lassen die Locations lebendig rüberkommen und vor allem die Stürmungssequenz der Spezialeinheit gegen Ende der Folge ist derart großartig und wuchtig in Szene gesetzt (auch wenn sie eigentlich im ‘Hintergrund’ abläuft), daß man hier einmal mehr nur den virtuellen Hut ziehen kann – man erwartet regelrecht den Kugelhagel aus den Boxen.

Als Fazit:
Folge 8, ‚Don Harris: Triaden-Terror‘, besticht -wie immer- durch einen großartigen und großartig aufgelegten Sprechercast, brilliant inszenierte Untermaltungen und Geräuscheffekte, die “Don Harris” tatsächlich zu großem ‘Action-Kino für die Ohren’ werden lassen.

Dazu noch die diesmal extremst kurzweilige Story mit Wiederhörcharakter, voila: Fertig ist eine Produktion, die zeigt, wie moderne Action in Hörspielen inszeniert werden kann. Bom-bas-tisch!