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Auch die Rückkehr von Saber Rider als Hörspielserie gibt es zu feiern!

Es gibt Reviews zu Hörbüchern wie Ich bin ein Kunde, holt mich hier rausAndreas Kielings „Auf Spurensuche“.

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Fünf Freunde (7): … verfolgen die Strandräuber


Cover zum Hörspielklassiker "Fünf Freunde jagen die Strandräuber"Fünf Freunde (7) … jagen die Strandräuber

Nach dem Roman von Enid Blyton.
Regie: Heikedine Körting

Sprecher:
Lutz Mackensy, Oliver Rohrbeck, Oliver Mink, Ute Rohrbeck, Maud Ackermann, Hans Daniel, Gottfried Kramer, Harald Pages, Renate Pichler, Joachim Rake, Christian Stark, Joachim Wolff.

Inhaltsangabe des Verlags:

Die Fünf Freunde fahren gemeinsam in die Ferien. Diesmal geht es an die Küste von Cornwall. Sehr einsam liegt das Gut Tremannon, aber man sollte es nicht für möglich halten, was es in dieser Einsamkeit alles gibt! Da sind die Scheuner, die mit ihren Wagen von Gut zu Gut, von Ort zu Ort reisen und Vorstellungen in Scheunen veranstalten. Oder ein alter Schäfer, dessen Vater ein berüchtigter Strandräuber war. Dann der sehr seltsame Gutsherr und das tanzende Pferd Clopper. Es gibt auch noch einen unterirdischen, sagenhaften Strandräuberweg, einen alten halbverfallenen Turm und Lichtsignale in stürmischen, finsteren Nächten, von denen keiner weiß, von wem sie kommen. Sind es noch immer Strandräuber? Oder ist alles nur ein Spuk?

Meine Meinung:

Sommer, Sonne, Ferien. Ein oft bemühtes Szenario in Famous Five County und auch hier beschwört Enid Blyton das beliebte Flair herauf, welches von Heikedine Körting einmal mehr wunderbar umgesetzt wurde.
Die Story bietet so ziemlich alles, was man an den Fünf Freunden mag: Gute Laune, klasse Ferienflair, ein Abenteuer, welches ohne sinnlose Gewaltakte und Möchtegern-Coolness überzeugt und zudem mit einer schönen Krimi-Abenteuermischung aufwartet.

Ferien in einem küstennahen Bauernhof, auf dessen Gelände sich nachts dunkle Gestalten rumtreiben, merkwürdige Lichtsignale vom Leuchtturm und die Geschichte von einem Geist, der im Leuchtturm leben soll, bringen die Fünf Freunde auf die Spur der „Strandräuber“…

Bei den Sprechern gibt sich Europa keine Blöße. Die goldenen Hörspiel-80er in Reinkultur: Überzeugende Hauptsprecher, überzeugende Nebenrollen – mehr möchte man nicht.

Musikalisch gibt es auch nichts zu bemängeln, passendes easy listening, atmosphärisch unterstützend. Gleiches gilt für die Effekte, auch hier passt alles nahtlos zusammen, man fühlt sich tatsächlich wie am Meer und wenn die berüchtigte Riesenwelle ans Ufer klatscht, meint man wirklich schon die Gischt aus den Boxen kommen zu hören.

Bleibt als Fazit eine meiner absoluten Lieblingsfolgen der Serie, die sich nicht nur durch einen grundsoliden, spannenden Plot auszeichnet, sondern auch -oder vor allem- durch die unschlagbar starke Atmosphäre begeistern kann. Definitiv ein Klassiker, der in jeder gut sortierten Sammlung zu finden sein sollte.

Die drei ??? (140): Stadt der Vampire


Cover zum Hörspiel "Die drei ??? (140): Stadt der Vampire"Die drei ??? (140): Stadt der Vampire 

Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch & Effekte: André Minninger
Redaktion: Wanda Osten
Regie & Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Betty George

Sprecher:

Thomas Fritsch, Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Lili Draeger, Gerd Baltus, Gustav Adolf Artz, Christian Senger, Annabelle Krieg, Stephanie Kirchberger, Sascha Rotermund, Eckart Dux, Klaus Dittmann.

Inhaltsangabe des Verlags:

Eine riesige Fledermaus versetzt die Kleinstadt Yonderwood in Angst und Schrecken. Der Großteil der Einwohner hat bereits das Weite gesucht, nachdem einige Menschen mit Bissspuren und einer Menge Blut in ihren Betten erwacht sind. Justus, Peter und Bob haben noch nie an Vampire geglaubt. In diesem neuen Fall jedoch scheint es, als müssten die drei berühmten Detektive aus Rocky Beach ihre Meinung ändern…

Meine Meinung:

Die drei ??? verschlägt es diesmal in ein Kaff, das langsam aber sicher zu einer Geisterstadt wird, weil ein Vampir die Bewohner angreift und die meisten Einwohner vorsorglich das Weite suchen.
Das klingt spannend, ist es allerdings nicht durchgehend, denn leider zieht sich die Folge an manchen Stellen ziemlich – die knapp 80 Minuten Spielzeit sind auf jeden Fall zu viel. Das heißt allerdings nicht, daß die Folge zu einem Schnarchfest verkommt – das auf keinen Fall, denn wenn es spannend wird, dann richtig. Die klassische Kombination aus scheinbar übernatürlichem Element, welches geschickt genutzt wird um ein ganz weltliches Verbrechen zu übertünchen, steht auch der „Stadt der Vampire“ gut zu Gesicht und es gibt auch die eine oder andere Härte in der Folge. Das größte Plus dieser Folge ist allerdings die Atmosphäre, worauf weiter unten noch eingegangen wird.

Zu den Sprechern muß man nicht mehr viel sagen: Routine für Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, da geht nichts schief – einzig Peters Ängstlichkeit wirkt an einigen Ecken schon fast unfreiwillig komisch, was man allerdings weniger Jens Wawrczeck, als vielmehr Autor Marco Sonnleitner ankreiden müsste, der den zweiten Detektiv hier oftmals fast zu einer Karikatur seiner selbst werden lässt.
Ansonsten mischen sich hier munter altbekannte und jüngere Namen. Fans der Serie werden Klaus Dittmann, Eckard Dux und Gerd Baltus aus etlichen „Drei ???“-Folgen kennen und wie gewohnt gibt es durchgehend gute Leistungen. Erwähnenswert ist diesmal aber sicherlich Lili Draeger – eine astreine Leistung.
Zu Christian Senger, Annabelle Krieg, Sascha Rotermund, Stephanie Kirchberger und Gustav-Adolf Artz kann man es ebenfalls kurz machen: Alles im grünen Bereich.

Effekte und Musik – damit wären wir bei obig genannter Stärke der Folge, der Atmosphäre. In dieser Beziehung punktet die Folge richtig. Eine der seltenen *richtig* großartigen Atmosphärenbomben der neueren Folgen – hier kann man nicht weniger geben als zwei Daumen nach oben.

Bleibt als Fazit eine ambivalente Folge. Die Story zieht sich und ist mit rund 80 Minuten Laufzeit erheblich zu lang. Gleichzeit verfügt sie jedoch über einige wirklich verflucht spannende Momente und eine großartige Atmosphäre, so daß man über die Längen fast hinwegsehen mag, wenn man sich auch mit „nur“ atmosphärisch starken Hörspielen anfreunden kann. Die Sprecher liefern gute Jobs ab, einzig die Rolle des Peter Shaw mutet ‚dank‘ der Charakterisierung durch Autor Marco Sonnleitner bei den „Angstmomenten“ an wie eine Karikatur seiner selbst. Musik und Effekte hingegen sind schlicht eine Granate und hier punktet die Folge richtig.
Fans werden ohnehin zugreifen und wer „nur“ ein atmosphärische hervorragendes Hörspiel möchte, wird ebenfalls sehr gut bedient. Erwartet man jedoch eine durchgehend spannende Story dazu, wird es schon kritischer – die bekommt man nämlich nicht geliefert. Somit bleibt eine Folge, die summa summarum gut ist, aber nicht zur Spitzenklasse zählt.

Fünf Freunde (94) und die Sturmflut


Cover zum Hörspiel 'Fünf Freunde (94) und die Sturmflut'Fünf Freunde (94) und die Sturmflut

Buch: Katrin McClean
Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Produktion: 2011, Sony Music Entertainment GmbH

 


Sprecher:

Lutz Mackensy, Ivo Möller, Jannik Endemann, Theresa Underberg, Alexandra Garcia, Andreas von der Meden, Ursula Sieg, Werner Cartano, Karin Lieneweg, Oliver Rohrbeck, Michael von Rospatt, Achim Schülke, Kai-Hendrik Möller, Lutz Herkenrath, Christian Rudolf u.a.

 

Inhaltsangabe des Verlags:

Eine Sturmflut hält Kirrin in Aufregung. Tatkräftig unterstützen die Fünf Freunde die Schutzmaßnahmen am Deich und helfen Bauer Green, der nach dem Sturm eine alte Kastenuhr vermisst. Auch aus anderen Häusern sind wertvolle Dinge verschwunden. Sind sie mit dem Sturm fortgeflogen oder stimmt etwa das Gerücht von gefährlichen Schiffsgeistern? Obwohl es in Strömen regnet, ermitteln die Fünf Freunde im gesamten Hafengebiet.

Meinung:

Mit „Fünf Freunde und die Sturmflut“ liegt eine zwiespältige Produktion vor. Wobei: Die Produktion an sich ist solide, technisch gesehen.

Der große Knackpunkt ist die erzählte Geschichte, bzw. die Glaubwürdigkeit etlicher Charaktere der Folge. Der Aufhänger ist dabei gar nicht mal verkehrt, nein, sogar großartig gewählt: Kirrin sieht sich einer Sturmflut ausgesetzt – ein Ambiente, welches den „Fünf Freunden“ verdammt gut zu Gesicht steht und vor allem Altfans der Serie gefallen wird. Das stürmische Intro wurde dann auch regelrecht zelebriert und ganz nebenbei erfahren auch die jüngeren Fans etwas sowohl von Sturmfluten an sich, aber auch über eine der wohl beständigsten Sagengestalten, den Klabautermann (nein, nicht den freundlichen Rotschopf).

Natürlich geht es im weitere Verlauf der Folge vornehmlich um Ermittlungen, denn während des Sturms haben sich einige kriminelle Dinge ereignet. Das ist man von den „Fünf Freunden“ gewohnt – doch leider gibt es einen Punkt, der die Folge wirklich massiv nach unten zieht: Eine Redseligkeit über geheime Verstecke von Erspartem, die bar jedweder Logik erscheint. Hier packt man sich als Hörer nicht nur einmal an den Kopf und fragt sich, was das soll. Problematisch wird es im Bereich Fiktion immer dann, wenn Dinge selbst im fiktiven Kontext unglaubwürdig erscheinen – genau das passiert hier leider.

Wer damit leben kann, bekommt jedoch einen durchaus spannenden „Rest“ geboten, der die Geschichte an sich zwar zu keinem Highlight, aber zu einem soliden Mittelmaßvertreter macht.

Bei den Sprechern bietet sich die gewohnt gute EUROPA-Kost. Neben den Hauptsprechern geben sich hier einige bekannte Gaststars die Klinke in die Hand, die vor allem in personae Werner Cartano und Karin Lieneweg ebenfalls nostalgische Gefühle entstehen lassen. Spaßig ist sicherlich Oliver Rohrbecks Gastauftritt: Auf der einen Seite zwar sehr gekünstelt gesprochen, auf der anderen Seite allerdings ein Fest für Fans der „Klassiker“, Rohrbeck mal wieder mit „Dick“ sprechen zu hören.

Ein Highlight für „Altfans“ aber dürfte wohl Andreas von der Meden sein, der diesmal „seinen“ Onkel Quentin nicht durchgehend als „lieben Onkel“ spricht, sondern an einer Stelle auch mal wieder an den „alten“ Quentin erinnert – und George nebst der anderen Kinder ziemlich angeht.

Die Effekte sind das große Plus der Folge: Gerade der Beginn der Folge mit Sturm und Regen – grandios. Hier bekommt der Hörer genau das geboten, was er erwartet: Unwetter deluxe.

Weniger gelungen ist allerdings die musikalische Untermalung. Einige eher klassische Stücke, dazu aber leider auch viel neue und austauschbare Musik, die zwar „da“, aber eben nicht mehr ist. In Kombination mit den starken Effekten hätte die Folge eine, wenn nicht *die* Atmosphären-Bombe werden können. So hat man leider den Vorstoß in die Referenzgruppe der „Fünf Freunde“-Folgen verpasst.

Als Fazit bleibt also ein sehr ambivalentes Hörspiel. Effekte: Top. Musik: Solala. Sprecher: Gut. Story: Mittelmaß – mit massiven Problemen bei der Logik.

Man bekommt ein solides und gut produziertes Hörspiel, das gut zu unterhalten vermag, sofern man gewillt ist, sich auf eine erschreckende (und selbst im fiktiven Kontext der Fünf Freunde nicht funktionierende) Gutgläubigkeit der Bewohner von Kirrin einzulassen. Sicherlich kein Muss, aber ein gutes Kann.

[Review] Die drei ??? (142): Tödliches Eis


Cover zum Hörspiel "Die drei ??? (142): Tödliches Eis" nach dem Buch von Kari ErlhoffDie drei ??? (142): Tödliches Eis
Nach dem Buch von Kari Erlhoff

Mitwirkende:
Regie & Produktion: Heikedine Körting
Buch: Kari Erlhoff
Script: André Minninger
Musik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL), Conrad, Morgenstern, Betty George

Sprecher:
Thomas Fritsch, Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Claudia Schermutzki, Udo Schenk, Jürgen Thormann, Robert Missler, Achim Schülke, Elena Wilms, Holger Löwenberg, Meik Spallek, Andrea Linau, Urs Affolter, Jamie Leaves, Glenn Goltz, Oliver Geilhardt, Sascha Draeger

Inhaltsangabe des Verlags:

Schnee und Eis, Wölfe und arktische Stürme – das Nordic Wilderness Race ist eines der härtesten Schlittenhunderennen der Welt. Als die drei ??? von der Journalistin Carol Ford gefragt werden, ob sie bei der Reportage über das Rennen helfen wollen, sagen die Jungen begeistert zu. Doch damit lassen sie sich auf ein gefährliches Abenteuer ein. Als es zu einem ernsthaften Zwischenfall mit skrupellosen Verbrechern kommt, ist klar: Die drei Detektive müssen schnell handeln, damit dies nicht ihr letzter Fall wird!

Meine Meinung:

Die drei ??? bei einem Schlittenhundrennen in Alaska – das klingt natürlich nicht nur nach einer winterlichen Folge, sondern bietet die weiße Pracht auch in Reinkultur. Kari Erlhoff schafft hier eine Folge, die weniger mit Spannung, denn mit Atmosphäre zu punkten vermag. Im Detail heißt dies: Wer einen hochspannenden Fall der drei Detektive mit klassischem (anfänglichen) „Mystery“-Einschlag erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein – wer indes eine atmosphärische Winterfolge mag, die meiner Meinung nach auch wunderbar bei den „Fünf Freunden“ funktioniert hätte, kommt um „Tödliches Eis“ nicht umhin.

Bei den Sprechern findet man neben den bekannten Hauptsprechern Thomas Fritsch, Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich auch weitere altbekannte DDF-Namen wie Claudia Schermutzki, Achim Schülke, Jürgen Thormann und Sascha Draeger. Dazu überzeugt ein gut aufgelegter Udo Schenk einmal in einer Rolle, die gegen sein übliches Casting besetzt ist.
Schön zudem, daß auf Kontinuität gesetzt worden ist: Wie bereits in Folge 83, „Meuterei auf hoher See“, wird die Reporterin Carol Ford hier erneut von bereits erwähnter Claudia Schermutzki gesprochen.

Beim Sounddesign bekommt man die solide EUROPA-Koste geboten – und die lässt die eisige Umgebung im Hörspiel wunderbar lebendig werden. Natürlich wird hier auf altbewährte Geräusche gesetzt – aber Hand aufs Herz: Das gehört zu den EUROPA-Produktionen doch einfach dazu, und das nicht im negativen Sinne gemeint.
Musikalisch bietet sich dem Hörer eine Mischung aus den großartigen, alten Orchesterklängen, Stichwort: Masters of the Universe, und neuen Stücken, die allerdings wenig „Ohrwurmcharakter“ haben und somit nach dem Hören aus dem Ohr verschwinden dürften. Negativ fällt allerdings nichts auf – summa summarum eine gelungene, atmosphärische Untermalung, die zu gefallen weiß.

So bleibt als Fazit:
Eine der besten Fünf-Freunde-Folgen, die die „Drei ???“ je zu bieten hatten.
Ein schönes Winterabenteuer , allerdings ohne jeglichen DDF-typischen „Mysteryeinschlag“, dafür mit großartiger Atmosphäre, gut aufgelegten Sprechern und einer grundsoliden Effekt- und Musikuntermalung lassen „Tödliches Eis“ zu einem Hörspiel werden, welches man auch gern öfters hört.

Die drei ??? Special: Top Secret (1): Brainwash – Gefangene Gedanken


Cover zu "Die drei ??? Top Secret Special (1): Brainwash - Gefange Gedanken", EUROPA 2011Die drei ??? Special: Top Secret (1): Brainwash – Gefangene Gedanken

Inhaltsangabe des Verlags:

Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht: Eine Geschichten aus dem Jahr 1989 von dem amerikanischen Die drei ???-Autor Peter Lerangis. Als in einer Woche gleich zwei Bekannte der drei ??? verschwinden, vermuten die Jungen, dass die Sekte SynRea dahinter stecken könnte. Um die Vermissten zurückzuholen, fliegen die drei Detektive nach New York und treten in einer Undercover-Aktion der Sekte bei. Schon bald stellt sich heraus, dass die vermissten Jugendlichen tatsächlich dort sind. Was jedoch als einfache Rückholaktion geplant war, entpuppt sich zunehmend als unlösbare Mission – denn die Mächte der SynRea-Gruppe scheinen auch von Justus, Peter und Bob Besitz zu ergreifen.

Sprecher:

Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Fabian Harloff, Marion von Stengel, Wolfgang Kaven, Rasmus Borowski, Celine Fontanges, Stefan Brönneke, Robin Brosch, Volker Hanisch, Jens Wendland, Alexandra Garcia, Nico König, Peter Kirchberger, Christian Concillio , Edgar Bessen, Holger Umbreit, Michael Lampe, Pamela Punti, Susanne Wulkow, Enie van de Meiklokjes

Meine Meinung:

„Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht“ – so heißt es werbetechnisch und in der Tat war ich gespannt auf die verschollenen Crimebusters-Folgen (innerhalb der regulären Hörspielserie die Folgen 47 – 56). Stellte für mich bislang der „Angriff der Computerviren“ den Tiefpunkt der Crimebusters-Ära dar, schafft diese Folge es mit erschreckender Leichtigkeit, dies zu toppen. Die Story, wenn man sie denn so nennen möchte, ist derart hanebüchen und zugleich beängstigend flach und inkohärent, daß sie über den Status eines Ärgernisses nicht hinauskommt. Egal, ob Nebenhandlungen ins Nichts führen, die Namen bereits mehr als nur böse Omen sind oder die fehlende Spannung „Brainwash“ zu einem regelrechten Schnarchfest verkommen lassen: Hier wird leider sehr schnell klar, warum die Folge bis dato vermutlich verschollen war.

Sprechertechnisch schwankt die Folge ebenfalls zwischen bizarr und sehr gut. Die Castingliste liest sich für Fans der ersten Stunde natürlich zunächst großartig, Fabian Harloff, Stefan Brönneke, Peter Kirchberger, Edgar Bessen – da kommen Erinnerungen an großartige Folgen wie „Der Phantomsee“, „Der Höhlenmensch“ und Co. hoch. Daß aber exemplarisch gerade der ansonsten immer wunderbare Peter Kirchberger hier eine derart überzogene Darstellung des Sektenoberhaupts abliefert, daß –zumindest ich- am liebsten mit einer brennenden Axt in die Boxen gekeult hätte, ist erschreckend und symptomatisch gleichermaßen für diese Folge. Natürlich muß man sich vorab bewußt sein, daß im Rahmen der „Crimebusters“ die Nadel stark Richtung Trash ausschlägt, aber in den bislang veröffentlichten Folgen hat man diesen Spagat zwischen Trash und spannender Unterhaltung größtenteils solide geschafft. Daß man allerdings gerade bei dieser Folge mit dem für ein jüngeres Publikum sicherlich nicht unwichtigen Thema „Sekten“  nur noch auf überzogenen Trash setzt, ist nicht nur schade, sondern schlicht grenzwertig. Dazu tragen nicht nur die Geschichte, sondern die teils absonderlichen Darbietungen der Figuren bei. Den Sprechern an sich kann man dabei nicht mal einen Vorwurf machen – man weiß ja, was beispielsweise obig genannte Sprecher draufhaben und es ist schade, daß hier so ein zwiespältiges Ergebnis rauskam.

Das Sounddesign ist damit der solideste Faktor der Folge. Ganz sicherlich nicht herausragend, aber dennoch so gut gelungen, daß zumindest in dieser Beziehung durchaus nostalgische Gefühle aufkommen können.

Bleibt als Fazit:
„Verschollen, gefunden, endlich veröffentlicht“ war der Werbeslogan, als Fazit allerdings möchte ich fast sagen „Verschollen, gefunden, leider veröffentlicht“. Diese Folge hat sicherlich ihre Berechtigung, um die Sammlung zu komplettieren, allerdings ist der Inhalt selbst Fans der regulären Serie nicht zu empfehlen. Eine inkohärente Geschichte, streckenweise bizarre Sprecherleistungen, ein fragwürdiger Umgang mit dem Thema „Sekten“ – hier passt leider gar nichts zusammen. Einzig das Sounddesign kommt den zu erwartenden Nostalgiegefühlen entgegen. Einen Kauf rechtfertigt dies allerdings nicht.